Die härtesten 10 Tage im Leben der Papaya

Die arme kleine hat es voll erwischt. Eigentlich wollte sie das anstehende Wochenende ganz anders verbringen und endlich mal wieder etwas ausspannen um den angestauten Arbeitsfrust abzubauen, zu relaxen und mal wieder ordentlich auszuschlafen. Tja, in unserem Haushalt packt eben jeder mit an.
Der Freitag Morgen begann wie jeder Tag, allerdings standen schon seit zwei Tagen die Katzentransportboxen im Flur was schon verdächtig war. Sie rochen einfach zu sehr nach Tierarzt… Und da sie seit dem Vorabend nix mehr zu essen bekommen hatte knurrte zusätzlich noch der Magen.

Und apropos knurren - wer ihren Bruder Kiwi mal hungrig erlebt hat, weiß das in jedem Kater auch ein löwenartiges Raubtier steckt.

Gegen 7 Uhr begann dann das was die kommenden 10 Tage der kleinen Papaya bestimmen sollte. Alle wurden pünktlich wach und schlagartig wurde Papaya klar, dass sie ihre Pläne für das Wochenende begraben würde dürfen.

Die Agenda terminierte den Tierarztbesuch auf 8 Uhr. Zum Glück war der große Bruder mit dabei - bei ihm stand die jährliche Impfung an. Die zwar nette aber auch irgendwie furchtbar böse Tierärztin untersuchte Papaya und entführte sie dann in einen angrenzenden Raum. Sie redete mit sanfter Stimme auf Papaya ein und das nächste woran sie sich erinnerte war das sie unbedingt einen Mittagsschlaf machen wollte.

Unterdessen waren wir mit Kiwi wieder zuhause angekommen. Aus der Transportbox heraus rief er mehrmals nach Papaya, bekam aber keine Antwort und war dementsprechend niedergeschlagen. Nun durfte der Große aber wieder sein Thunfisch futtern und war deshalb erst mal wieder halbwegs zufrieden.

Die folgenden Stunden suchte er merklich unsere Nähe - er vermisste halt die kleine Papaya.

Gegen 15 Uhr durften wir die Kleine dann abholen, die Tierärztin erzählte uns das die Kastration ohne große Komplikationen gelaufen sei und am Gemeckere von Papaya konnte ich hören dass sie schon wieder halbwegs die Alte war.

Der Horrortrip begann dann aber erst zu Hause. Die Tierärztin gab uns noch eine Anti-Leck Haube mit die wir Papaya für die nächsten 10 Tage umbinden sollten.

Wie sich nun rausstellte ist die Haube zwar funktionell wunderbar geeignet, Papaya vom Lecken der Wunde abzuhalten, sie fühlt sich aber sichtlich unwohl damit. Sie wirkt ein wenig hilflos, niedergeschlagen und legt sich in die Ecke und schläft viel.

Mit der Haube kann sie essen, kann trinken, kann aber nicht ihre Lieblingskuschelplätze erreichen was wohl zusätzlich aufs Gemüht schlägt. Auch kann sie damit nicht ihr Fell putzen und das muss der Horror für eine Katze sein.

Wir haben uns deshalb entschlossen, ihr unter Aufsicht die Haube abzunehmen. Und das wirkte sofort. Sie fing an ihr Fell zu lecken und das Selbstvertrauen und ihr “Dickköpfchen” kam sofort wieder hervor.

Nun sind es nur noch 8 Tage…

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One Response to “Die härtesten 10 Tage im Leben der Papaya”

  1. Karina Says:

    Die Arme, ich leide quasi mit, dicke Streicheleinheit an Sie und der Gerechtigkeit wegen auch an Kiwi )-:

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