Geld zu verschenken

Ich staunte nicht schlecht als ich heute Morgen online meinen Kontostand prüfte. Fehlten dort auf einen Schlag knapp 500 € die ich angeblich an einen großen Versicherungskonzern überwiesen hatte. Ich musste schon zweimal hinsehen um das zu begreifen. Gedanklich prüfte ich darauf hin meine finanziellen Transaktionen und da das nicht wirklich viele sind, kam ich sehr schnell drauf, mit dieser Firma nicht das Geringste zu tun zu haben.Irgendwie suchte ich in einem ersten Panikanfall die Lastschriftrückgabe, fand sie auch, jedoch nicht die Überweisung da diese offenbar schriftlich in Form eines Überweisungsträgers eingereicht worden war. Mein nächster Blick ging zum Telefon und mit zwei Klicks hatte ich dann auch die Nummer der Bankhotline auf dem Schirm.

Die freundliche Frau am anderen Ende erzählte mir erst etwas von Phishing und als ich sie überzeugt hatte, dass dieses nicht zutraf und die Abbuchung nicht gerechtfertigt war, versprach sie sich darum zu kümmern und mich zurück zu rufen.

Das war um ca. 9 Uhr Morgens.

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber wenn auf meinem Konto mal eben knapp 500 € fehlen, bekomme ich Panik. Da aus der Buchung jedoch der Name der Versicherungsgesellschaft hervor ging, und die auch eine Internet-Seite haben, hing ich 10 Minuten später telefonisch in deren Hotline.

Einer ebenfalls freundlichen Stimme erzählte ich, dass ich eigentlich nix mit der Firma zu tun hätte und eine Überweisung von meinem Konto vorgefunden hätte – die ich nicht zuordnen konnte. Zu meinem Entzücken stand bei der Überweisung eine Versichertennummer die ich der freundlichen Stimme am Telefon mitteilte.

Wohl gemerkt: Ich habe der Hotline erst erzählt das ich kein Kunde bin, und dann die fremde Versichertennummer genannt!

Ob das nun ein Versehen war weiß ich nicht, jedenfalls spuckte sie einen Namen aus und stellte mich dann zu einer weiteren Hotline durch. Dort erzählte ich die gleiche Story. Auch dieser Dame gab ich dann die Versichertennummer und siehe da – der gleiche Name.

Fast hätte ich noch gefragt was denn um alles in der Welt 500 Euro gekostet hat.

Naja, dank der Versicherungsgesellschaft hatte ich nun zu der Nummer einen Namen. Also im Internet in die Telefonbuchsuche rein, Namen eingetippt – und es wurde mir neben der Adresse, dem vollständigen Namen (Vor- und Zuname) auch die Handynummer und Privatnummer angezeigt.

Nun weiß ich, das der Typ der unfähig ist, seine Kontonummer auf dem Überweisungsträger anzugeben, ein paar Straßen weiter wohnt.

Mein letzter Anruf führte mich wieder zur meiner Bank wo ich der freundlichen Hotline mitteilte, von wessen Konto die Überweisung eigentlich hätte abgehen müssen.

Ich bin mal sehr gespannt, wann ich wieder mit meinen 500 € rechnen darf.

Ach und das Bonbon zum Schluss: Wie mir die Dame von der Bank erzählte kann das jederzeit wieder passieren. Offenbar wird der Überweisungsträger nicht geprüft. Ich werde also demnächst vielleicht auch mal etwas kreativer sein, wenn ich meine Überweisungen auf die Oldschool Art ausfülle…

 

Nachtrag: Montag, 12.02.

Nach dem ich mich bereits an ein leeres Konto gewöhnt hatte erreichte mich heute meine freundliche Finanzberaterin und teilte mir mit, dass man den entsprechenden Betrag auf mein Konto überwiesen hätte. Zwar tauchte es noch nicht auf dem Kontoauszug auf – im Onlinebanking konnte ich das dann jedoch nachvollziehen.

Man, was mir echt Kopfzerbrechen macht: Bei Beträgen um 50 € hätte ich das vielleicht überhaupt nicht – zumindest aber sehr viel später gemerkt… Ich hoffe nur das es beim nächsten Mal (wenn es eins geben sollte?!?) auch so glimpflich abläuft.

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4 Comments on "Geld zu verschenken"

  1. Ingrid
    12/02/2007 at 20:22 Permalink

    Neulich wollte sich mein GG (Göttergatte) in einem großen Kaufhaus, hier in der Stadt, eine Segeljacke kaufen. Ich gab ihm meine Kundenkarte mit, die gleichzeitig auch eine Kreditkarte ist und bat ihn, sich die Digits für den Einkauf damit gutschreiben zu lassen – die Karte ist auf meinen Namen ausgestellt !
    Als er mit neuer Jacke ankam, meinte er, er habe sie auch gleich mit der Kreditkarte bezahlt, die wie bemerkt, auf meinen Namen ausgestellt ist und ich einen eindeutig weiblichen Namen habe.
    Aus “Jux” probierten wir das noch zweimal und keinem an der Kasse fiel auf, dass auf der Kreditkarte ein weiblicher Vorname steht und ein männlicher Kunde damit bezahlt.
    Diesen “Jux” fand ich nicht witzig!!
    Erst bei einem weiteren Versuch fiel es einer Dame an der Kasse endlich (!!!!!) auf.
    Lieben Gruß, Ingrid

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  2. Björn
    18/02/2007 at 22:36 Permalink

    Ts, ts, liebe Ingrid bzw. Dieter, Segeljacken kauft man am besten bei Firma FSA Segelsport in Mardorf. Da passiert das mit den fremden Kreditkarten auch nicht.

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  3. cwoller
    18/02/2007 at 22:39 Permalink

    Hey, wenn ihr Werbebanner schalten wollt, kontaktiert mich bitte ;-)

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  4. Ingrid
    22/02/2007 at 15:49 Permalink

    Du hast natürlich vollkommen recht, Björn, Segeljacken kann man nur bei der von dir angegebenen Adresse kaufen
    :-D
    Aber scheinbar hat GG das in dem Artikel davor beschriebene Anti-Klamottenkauf-Gen ebenfalls geerbt und so ist er eben in den nächstbesten Laden, hier in unserer schönen Stadt gelaufen, um diese Aktion so schnell wie möglich hinter sich zu bringen :-)

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