1.2 Millionen Dollar und der Weg einer Email

Gestern erreichte mich eine Email in der ein John Johnson, Rechtsanwalt des Bauunternehmers Dirk Siegel welcher mehrere Jahre im Ausland gearbeitet und auch dort 2006 verstorben war. Herr Johnson informierte mich nun darüber, dass Herr Siegel – aufgewachsen in einem Waisenhaus – zwar leider kein Erben,  dafür aber ein stattliches Vermögen von “1.2 Million Dollar” besaß.

Die vermögensverwaltende Bank hätte sich nun nach über zwei Jahren Beratung bereit erklärt, das Geld an irgendeinen Landsmann auszubezahlen – und da komme ich ins Spiel:

Der liebe Herr Johnson zögerte vor Generosität nicht eine Sekunde und informierte mich nun darüber, dass wenn ich möchte, er bereit währe, diese “1.2 Million Dollar” mit mir zu teilen. 60% er, 40% ich. Einzige Bedingung: Ich müsste mich nur umgehend bei ihm melden und er würde das sofort der Bank mitteilen.
Da das die klassische Abzocke und deshalb leicht durchschaubar ist, interessierte mich nur, wo die arme Sau saß, dessen Computer für den Versand dieser Email missbraucht worden war.

Laut Mailheader

Received: from User (dynamic-acs-24-144-187-61.zoominternet.net [24.144.187.61])
by mwinf2102.orange.fr (SMTP Server) with ESMTP id B98BE1C00089;
Wed,  1 Oct 2008 22:00:15 +0200 (CEST)

wurde die Email von der IP Adresse 24.144.187.61 versendet. Eine Whois Abfrage über ARIN bestätigt, dass es sich dabei um einen Kunden der in Pennsylvania ansässigen Firma Armstrong Cable Services handeln musste.

Auf deren Homepage steht der Slogan “One wire. Infinite possibilities”  – ein Schelm wer dabei böses denkt ;-)

Wie dem auch sei, jedenfalls bietet die Firma Armstrong laut Homepage auch in Ohio ihre Dienste an und das passt zu dem, was man zu der IP noch so an (Geo-) Informationen findet. Laut der Seite ip-adress.com, gehört die IP zu einer Einwahl, welche sich im US Bundesstaat Ohio und dort in der Stadt Ashland befindet:

    

Zurück zum Inhalt der Email.

Herr Johnson bat um schnelle Rückmeldung, was ich hiermit gerne tun werde. Also Mr. Johnson – so kommen wir nicht ins Geschäft. 480.000 $ sind eindeutig zu wenig, hier werden Sie nachbessern müssen. Der Deal läuft folgendermaßen: Wenn die 1.2 Million $ auf mein Bankkonto ausbezahlt worden sind, erhalten Sie von dieser Summe 1/6

:-)

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4 Comments on "1.2 Millionen Dollar und der Weg einer Email"

  1. menschin
    07/10/2008 at 15:48 Permalink

    öhm, falls er zahlen sollte, du weißt schon, wer dich unter viel Qualen, Mühen und sehr hohen Kosten aufge- und erzogen hat!!!!!

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  2. cwoller
    07/10/2008 at 19:13 Permalink

    Sollte ich?

    Bisher hat er sich weder zustimmend noch ablehnend geäußert.

    Meine Vermutung ist, dass er gerade mit der Bank redet und die Formulare klar macht…

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  3. Auserwählt
    29/03/2009 at 00:51 Permalink

    Na, der hat aufgegeben, denn mir hat das Geld ein anderer angeboten, allerdings zu den üblichen Bedingungen. Herr Siegel hatte ja schon 2006 leider einen Autounfall. Bis das Geld endlich überwiesen wird, ist es nichtsmehr wert.

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  4. cwoller
    30/03/2009 at 14:26 Permalink

    Danke für den Hinweis, dann muss ich also nicht mehr auf eine Antwort warten ;-)

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