Seit einiger Zeit haben wir eine extremst schlechte Performance bei einer “ToTape” Sicherung mit dem Programm HP Data Protector 6 auf eine MSL2024 Library. Bei vier gleichzeitigen DiskAgents und hohem Network-Load kamen wir im Gigabit-Lan laut Taskmanager nicht über eine Auslastung von 0,11% pro Server.
Das resultierte dann in einer sehr langsamen Bandsicherung. Das Laufwerk war größtenteils Ilde, laut DP6.0 benötigten wir für zwei GB aus dem Netzwerk etwa 5~6 Stunden. Absolut inakzeptabel denn in der MSL ist ein Ultrium 920 verbaut, welches laut HP unter optimalen Bedingungen mehr als 100 MB pro Sekunde schreiben kann. Ein Backup von geschätzten 400GB hätte somit bis Weihnachten 2010 gedauert…
Mit den HP L&TT Tools konnten wir nachvollziehen, dass es nicht an der MSL selbst sondern an der Kommunikation zwischen Server und MSL lag.
Als Betriebssystem Läuft auf dem Sicherungsserver ein Windows 2003 Server. Die MSL ist via SCSI angeschlossen und kommt mit eigenen Treibern daher. Diese waren auch artig im Gerätemanager eingebunden. Genau das war aber offenbar falsch. Durch Zufall stieß ein Techniker nun auf den rettenden Eintrag in einem HP Forum wo jemand ähnliche Probleme hatte.
Im Support-Forum hatte man dann einfach den Tipp gegeben, im Gerätemanager die MSL zu deaktivieren und Windows neu zu starten. Gesagt getan – und siehe da, L&TT vermeldete nun eine Lese-/Schreibrate von um die 30MB/s. Das mag zwar auf den ersten Blick nicht viel sein, ist jedoch schon bedeutend mehr als vorher. Zumal verbesserte sich dieser Wert deutlich bei einem Test-Backup. Die 10 Gigabytes wurden nun in unter 25 Minuten auf Tape verbannt.
No Comments on "Data Protector 6 + MSL2024 = Performance?!"