Die schöne mobile Datenwelt nach Vodafone

Eines schönen Abends, eine Flasche guten Weißwein, etwas Zeit und die Anforderung, Emails überall abrufen und versenden zu können. Problem. Denn vor dem mobilen Surfen hat Vodafone den Tarifwahnsinn gesetzt.

Anforderung: Ein Endgerät welches per UMTS oder GPRS die Einwahl in das Internet und den Abruf und Versand meiner Emails mittels POP3s und SMTPs erlaubt.

Bonus: Surfen im Internet via HTTP oder HTTPS.

Erstes Ziel: Blackberry-Anbieter Vodafone. Homepage. Erster Eindruck: Handys? DSL? Call-Ya? Geht spielen Kinder… hier bin ich falsch.

Ach so, man findet den Blackberry nur im Business-Bereich. Also dahin navigiert. Ah, das erste Bild eines Blackberrys. Geklickt. Oh, schon bin ich im Shop, na gut. Hm, HTC Diamond, Nokia E71 oder Communicator? Zweiter Eindruck – hier bin ich falsch. Ah, versteckt ein (rotes) Blackberry Pearl. Einen Euro Kaufpreis? Und erfüllt das Gerät meine Anforderungen?

Die Details haben es dann in sich: 44,95€ im Monat – und das 24 Monate lang. Gut, für das Geld bekomme ich bei Base eine UMTS Flat mit USB Stick und kann nicht nur meine Mails abrufen sondern auch über mein Notebook im Netz surfen.

Also jongliere ich etwas mit den Tarifen rum und finde eine Möglichkeit, bei Onlineabschluss den monatlichen Grundpreis um 5€ zu drücken. Knapp 40€ ist noch immer über meinem Budget und so suche ich weiter. Was bietet denn dieser Tarif überhaupt? Ah, 240 Minuten in … was eigentlich? Oh, OK – alle deutschen Mobilfunknetze und Festnetze. Ist aber uninteressant, weil ich bereits eine Flat über Base habe und die reicht laut meiner letzten Rechnung absolut aus.

Flatrate für das Vodafone Live Portal. Jungs, werdet erwachsen. Für Müll zahle ich nicht, nicht mal wenn er inklusive ist. Oh, erwähnenswert wäre da noch der “1 MusicDownload”. Bitte? Ich dachte ich bin im Businessbereich.

Nun entdecke ich das, was für mich eigentlich wichtig ist: 1 ganzes MB für Emails ist inklusive. In der Beschreibung steht (wirklich – ungelogen) “für ca. 300 E-Mails monatlich”. Ich verweile ein paar Sekunden sprachlos vor Ungläubigkeit über soviel Realitätsferne und weine leise in mich hinein.
Entweder die Jungs bei Vodafone haben noch nie was von HTML Mails gehört oder erhalten nie Emails mit Anhang. Wie dem auch sei, mein durchschnittliches Tagesaufkommen an Emails bewegt sich zwischen 5 und 10MB.

Ich arbeite unter anderem im IT-Support und die Leute haben die Angewohnheit Vollbildscreenshots von Fehlermeldungen an Emails anzuhängen und somit das Maximum an zulässiger Mailgröße bis auf das letzte BIT auszunutzen.

Ich komme vom Staunen ins rechnen. Die Inklusivminuten interessieren mich nicht, ich will mit dem Ding nicht telefonieren sondern mailen. Also wechsele ich den Vertrag auf das kleinste mögliche und bin bei einer Grundgebühr von 20,95 € zzgl. 59,50 € für das Blackberry. Das macht über die Laufzeit von 24 Monaten eine nette Summe von 562.30 €.

Ziehe ich nun die 379,90€ ab, die Vodafone für das Gerät ohne Vertrag haben will bleiben 182,40€. Das entspricht einem monatlichen Betrag von 7,60€.

Hier wird es langsam interessant.

Wenn Vodafone ein Vertrag (nur Karte) für 7,60€/Monat anbietet, welche die selben Konditionen hätte wie der für 20,95€, würde ich mir selbiges Gerät im Internet für 293,36€ kaufen und jeden Monat für einen MB Mails abrufen.

Ich bin frustiert. Aber die Suche geht weiter…

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