LTI-I: Das Betriebssystem vorbereiten

Wenn man schon den Aufwand einer Lite Touch Installation (LTI) eingeht, darf es am Ende ruhig etwas komfortabel sein. Dazu nimmt man ein System, welches als Grundlage für ein Deployment dienen soll.

Das kann z.B. ein Windows XP sein welches erst über einen WSUS, Windows Update oder einen anderen Dienst (c’t Offlineupdate) mit Updates, Patches und Servicepacks versorgt wird. Anschließend spielt man Software wie Office, eventuell den Firefox, den Acrobat Reader, einen PDF Drucker oder sonstige Treiber wie Grafik, Sound, … ein.

Nun muss das System konfiguriert werden.

Jedoch sind hier die Grenzen recht eng gesteckt – zumal wenn das System später in einer Active Directory Domäne als Mitglied laufen soll. Dann werden viele Einstellungen die man im Vorfeld macht (z.B. Einstellungen im Internet Explorer)

Nun beginnt der eigentlich spannende Teil: Auf der OEM Version von Windows XP findet man im Ordner [CD]:\Support\Tools die Datei deploy.cab. Hat man keinen Zugang zu einer OEM Version, kann man die deploy.cab auch von der Microsoft Download Seite beziehen.

Diese Datei entpackt man in den Ordner c:\sysprep. Via Eingabeaufforderung startet man das Programm sysprep.exe und ruft dieses mit den Parametern -mini -resale -und -reboot auf. Alternativ hilft auch anstelle von -reboot der Parameter -shutdown.

client_sysprep_cmd

Das Sysprep-Programm ist schnell und einfach zu bedienen. Für das Sysprep notwendig ist die “Miniinstallation” welche gewisse Anpassungen während des Hochfahrens erlauben. Sofern man als “Modus für das Herunterfahren” die Auswahl “Herunterfahren” wählt, schaltet der PC nach dem Klick auf “Erneut versiegeln” ab. Ansonsten muss man schnell sein bzw. bereits einen bereiten RIS/WDS Server bereit halten da XP sonst nach dem Neustart sofort mit dem Minisetup beginnt.

client_sysprep_cmd_02

Wie kommt man nun an das benötigte Image der Festplatte? Das hängt davon ab, welche Mittel man zur Verfügung hat. Genutzt habe ich bisher drei:

1) Die Festplatte wird ausgebaut, über einen günstigen Adapter via USB an ein bestehendes System an geklemmt und dort mit imagex ausgelesen. Das ging bei mir am schnellsten und man spart sich die Mühe, zum jetzigen Zeitpunkt auf dem WDS Startabbilder mit Netzwerktreibern anzupassen.

2) Der PC startet neu, bootet jedoch nicht von der gesysprepten Festplatte sondern via F12 über das Netzwerk auf einen vorbereiteten WDS Server wo bereits ein Startabbild mit Verbindung zum WDS liegt (siehe unten).

3) Man nutzt eine andere Softwarelösung wie z.B. Paragon DriveBackup. Ein PC wird dann als Kopierstation “missbraucht”: Per IDE- / SATA-Kabel klemmt man eine neue Festplatte an einen freien HDD Controller, bootet von der Paragon DriveBackup CD und kopiert 1:1 von der gesysprepten HDD auf die neue. Diese sollte günstiger weise die selbe Größe haben. Beim Kopieren werden alle Daten auf der Zielplatte gelöscht bzw. überschrieben. Eine 160GB HDD dauerte auf diese Weise knapp 45 Minuten.

Zum Auslesen von Festplatten mit imagex mountet man sich über eine Shell ein Netzlaufwerk – idealerweise auf einen WDS Server. Dort sollte eine Share existieren, welche schon die benötigten Tools wie imagex, peimg und vieeeeele freie Gigabytes Speicher bereit hält.

Mit dem Befehl

imagex /capture /compress fast <quell-laufwerk> <zielpfad> “<beschreibung>” /verify

beginnt man dann, das Image zu erstellen – idealerweise gleich auf den WDS Server.

(mehr folgt)

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