WSUS 3.0 SP1 und der Fehler 0×8024401b

Laut der MSKB 896226 ist der Fehler 0×8024401b im WindowsUpdate.log (zu finden im Verzeichnis %windir%) ein Hinweis auf ein Problem mit dem Internetproxy. Auch wenn ich mir bisher nicht bewusst war, dort ein Problem zu haben deutete doch einiges darauf hin. Ein mit protokollieren des Netzwerkverkehrs des betroffenen Clients brachte es hervor: Der Webproxy sperrte – absolut korrekt.

Über ein Webforum kam ich auf WinHTTP. Laut einem Beitrag auf MSDN nutzt der WinHTTP das “Web Proxy Auto-Discovery” (WPAD) um den Zugriff auf das Web zu regeln. Unser WPAD Eintrag verweist auf den ISA Webproxy so dass WinHTTP automatisch über diesen zugreifen möchte.

Darum werden z.B. in der WSUS Konsole z.B. (fast) alle Clients mit der IP Adresse des Proxyservers angezeigt. da der Proxy anstelle des Clients auf den WSUS zugreift:

wsus_client_ip

Auf den betroffenen Clients fand ich im WindowsUpdate.log immer wieder folgenden Eintrag:

FATAL: DM:CAgentDownloadManager::DownloadUpdate: pDownloadJob->Init failed with 0×8024401b

Mittels des Programms ProxyCfg kann man den WinHTTP konfigurieren. Ruft man das Programm über die Shell ohne weitere Parameter auf, zeigt es die aktuelle Einstellung an. Dann kann man es z.B. mit dem Parameter

ProxyCfg -p <http-proxy> <ausnahme>

anweisen, für die HTTP Verbindung über WinHTTP (z.B. zum WSUS Server) eine Ausnahme zu nutzen. Bei mir hat folgendes funktioniert:

ProxyCfg -p proxy.domaene.local “wsus.domaene.local; 10.10.10.10″

Wobei “proxy.domaene.local” der Servername + Windowsdomäne und 10.10.10.10 die IP Adresse des WSUS Servers ist. Diese Zweigleisigkeit (WSUS Server als Name und IP) habe ich eingetragen, weil im WindowsUpdate.log sowohl die IP wie auch der Name des WSUS Servers auftaucht.

Anschließend fand ich im WindowsUpdate.log folgenden Eintrag:

* Access type: Named proxy
* Default proxy: proxy.domaene.local
* Default proxy bypass: wsus.domaene.local; 10.10.10.10
* Network state: Connected

Nach einem Neustart des Dienstes “Automatische Updates” lief der Client durch und bot mir kurze Zeit später die ersten Updates über den internen WSUS an. Etwas später änderte sich auch die Client-IP Adresse im WSUS. Dort stand dann nicht mehr der Proxy sondern die richtige Client-IP.

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